Förderung der Aubildungsreife

Schule und Wirtschaft - Förderung der Ausbildungsreife an der Elly-Heuss-Knapp-Schule

Die Förderung der Ausbildungsreife findet an der Elly-Heuss-Knapp-Schule in Rahmen des Unterrichts, der alltäglichen Beratungsarbeit, im Rahmen von Aktionstagen zur Berufswahlorientierung und im Rahmen von speziellen Workshops statt. Die Schüler und Lehrkräfte entscheiden nach individuellen Bedarf über die Teilnahme.

Die Inhalte der Workshops richten sich nach dem “Kriterienkatalog des Nationalen Pakts für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs“. Dieser wurde u.a. von der Bundesagentur für Arbeit, den Kammern und Unternehmensvertretern konzipiert.

Die Koordination der Workshops zur Förderung der Ausbildungsreife übernimmt die Schulsozialarbeiterin Frau Aiello in Kooperation mit dem Studien- und Berufswahlkoordinator. Bei der Umsetzung wird die Schule von zahlreichen fachkundigen Kooperationspartnern unterstützt. Dazu gehören Fachkräfte der Ausbildungs- und Studienberatung vom U25-Team der Agentur für Arbeit, ein Ausbildungsberater der Handwerkskammer, der Jugendbildungsreferent des DGB in Kooperation mit Verdi und der Hochschule Düsseldorf, ein Fachberater der AOK, eine Interkulturelle Managerin der Sozialen Arbeit vom DRK Kreisverband Düsseldorf e.V., Diplom Sozialarbeiter vom Jugendinformationszentrum zeTT/ Jugendamt Düsseldorf, systemische Therapeuten und Supervisoren der AWO Familienglobus gGmbH und der SKFM Jugendberatungsstelle, Trauma Fachberater und Fachtherapeuten von Pro Mädchen, die Lernwerkstatt und die Coolnesstrainer, als auch die  Klima- und Konfliktmoderatoren der Elly-Heuss-Knapp-Schule, ein systemisch Anti- Gewalt Trainer/Deeskalationstrainer im Auftrag vom AVP e.V., ein NLP Trainer, ein Supervisor, eine Koordinatorin der Initiative Arbeiterkind, Fachkräfte von BES-Institut in Kooperation mit der Bürgerstiftung Düsseldorf, eine Trainerin vom Lab of Life und eine Mitarbeiterin vom Knigge Training Düsseldorf.

Die Workshops finden in jedem Schulhalbjahr über einen Zeitraum von mehreren Wochen statt. Im Frühling liegt der Fokus auf der “Förderung der Berufswahlreife“. Dementsprechend werden Module zu den Themen Berufsfindung, Adressengenerierung, schriftliche Bewerbung, Auswahltests, Vorstellungsgespräche, Umgang mit Absagen und Rechte und Pflichten während der Ausbildung angeboten. Im Herbst liegt der Fokus auf der Förderung der „Psychologischen Merkmale des Arbeitsverhaltens und der Persönlichkeit“. Hier werden Module zu den Themen Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein, Leistungsbereitschaft, Durchhaltevermögen und Frustrationstoleranz, Kritik- und Konfliktfähigkeit, Umgangsformen und Kommunikationsfähigkeit, Sorgfalt, Selbstorganisation/ Selbstständigkeit und Zuverlässigkeit angeboten.

Das Angebot wird von den Schülern und Lehrkräften gut angenommen. Seit dem Frühling 2012 haben über 3000 Schüler die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit Ihrer Berufsidentität auseinander zu setzen. Darüber hinaus wurden auch die zahlreichen Nachsorge-Angebote bei den Kooperationspartnern genutzt.

Ihre Erfahrungen beschrieben die Schüler wie folgt:

„…na ja, war schon komisch mal Chef zu spielen. Ich würde mich wohl auch ärgern, wenn mein Azubi ständig zu spät kommen würde!“ (24 jähriger Schüler / Fachoberschule Gestaltung)

„Die Frau war ja echt normal, zu der kann ich auch so mal hin. Die hilft mir einen Job zu finden!“ (17jähriger Schüler / Berufsgrundschuljahr)

„...er sagte, es wäre normal Absagen zu bekommen. Ich habe mich nach der letzten Absage schon gar nicht mehr getraut, mich weiter zu bewerben. Ich sollte mal wieder anfangen!“ (22 jährige Schülerin / schulische Ausbildung zur Sozialhelferin)

Die Workshops werden halbjährlich evaluiert, so dass aus den zahlreichen Anregungen jedes Jahr neue Impulse zur Verbesserung der Angebote zur Förderung der Ausbildungsreife umgesetzt werden können.