Workshop zum Maulkorbtraining und der Arbeitssicherheit am Hund
Was auf den ersten Blick so einfach scheint, bedarf doch einer Menge Fachwissen. In der Werbung angepriesenes Equipment kann dem Hund manchmal mehr Schmerz zufügen, als Gutes bewirken. Auch der richtige Sitz eines Maulkorbes dient Mensch und Hund zum Schutz. Hierzu sollten Tierpfleger:innen auch ihre Kund:innen beraten können. Daher verbrachten die Oberstufen der Tierpflege mit dem Schwerpunkt Heim & Pension je einen Tag im Tierheim Oekoven.
Nach einer theoretischen Einführung zur Sicherheit und Passung von Leinen, Geschirren, Halsbändern und Beißschutz wurde das erlernte Fachwissen jeweils unter dem prüfenden Blick der Workshopleitung Frau Schulze-Maaßen in der Praxis angewandt. Aufgrund der sommerlichen Temperaturen war der Stoffhund-Dummy „Bruno“ meistens das Versuchsobjekt, manchmal aber auch die Mitschüler:innen. Aber auch Terrier-Mix Lillith unterstütze den Workshop. An ihr verfeinerten die Auszubildenden ihre Beobachtungsgabe und die Verhaltenseinschätzung am Hund.
Bei der Materialkunde fanden sich auch einige äußerst kuriose und tatsächlich auch tierschutzwidrige Dinge. Diese müssen selbstverständlich von den angehenden Tierpfleger:innen erkannt und die zugrundeliegende Problematik erklärt werden.
In der letzten Phase ging es dann um die Sicherung gefährlicher Hunde. Das Handling der Hilfsmittel muss präzise und geübt passieren, um Beißvorfälle zu vermeiden. Leider nehmen solche Einsätze für die Tierheim-Mitarbeiter:innen zu, da immer mehr Halter:innen die Sachkunde fehlt und eine Sicherstellung der inzwischen als schwierig einzustufenden Hunde durch das Ordnungsamt angewiesen wird.
Ganz herzlichen Dank an das Tierheim des Rhein-Kreis-Neuss für die tolle Kooperation und das zur Verfügung gestellte Fachwissen sowie die investierte Zeit!
Text & Fotos: Frau Douma







